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Was ist Tinnitus?
Tinnitus
ist der Fachbegriff für jegliche Art von Ohrgeräuschen. Man
beschreibt diese Ohrgeräusche als Pfeifen, Brummen, Rauschen,
Klingeln... Die Geräuscharten sind vielfältig und bei jedem Menschen
anders; Ohrgeräusche können ständig oder auch nur kurzzeitig
auftreten. |
Auslöser
Tinnitus-Arten

Wo entsteht Tinnitus?

Behandlungsmethoden

Tinnitus Retraining Therapie (TRT)

Die vier Säulen der TRT
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Was sind die Auslöser für
Tinnitus? |
Hörsturz,
Knalltrauma (kurzer, sehr starker Knall), zu lange anhaltender Lärm,
chronische Mittelohrentzündung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Stoffwechselkrankheiten, Nierenkrankheiten und allgemeiner Stress
können Tinnitus auslösen. Auch ein Schleudertrauma oder
Halswirbelsäulenschäden können die Auslöser für Tinnitus sein.
Wichtig: Je schneller der Tinnitus behandelt wird, desto
größer ist die Chance, von dem quälenden Leiden wieder geheilt zu
werden. Wenn ein Ohrgeräusch nach einigen Stunden nicht
verschwindet, sollte unbedingt ein Ohrenarzt aufgesucht werden. |
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Die Arten des Tinnitus: |
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Ohrgeräuschen unterscheidet man akuten und chronischen
Tinnitus. Der akute Tinnitus ist die Vorstufe des chronischen
Tinnitus. Als akut bezeichnet man den Tinnitus vom ersten Auftreten
bis zu ca. 8 Wochen danach. Ist der Tinnitus bis dahin nicht
verschwunden, spricht man von einem chronischen Tinnitus. |
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Wo entsteht der Tinnitus |
Man geht
heute davon aus, dass der Tinnitus im Ohr, auf den Nervenbahnen vom
Ohr zum Gehirn, auf anderen Nervenbahnen (z.B. aus der
Halswirbelsäule) und auch im Gehirn selbst entsteht. Hier ist die
Ursache sehr wichtig.
Bei einem Hörsturz z.B. kann davon ausgegangen werden, dass der
Tinnitus direkt im Ohr entsteht. Tinnitus, der durch Stress
ausgelöst wurde, hat seine Ursache auch im Gehirn.
Da die Ursachen des Tinnitus bis heute nicht ausreichend bekannt
sind,
fehlt es an medizinischen Behandlungsmethoden, um die Ohrgeräusche
wieder
verschwinden zu lassen. |
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Die Behandlungsmethoden des
Tinnitus: |
Einen
akuten Tinnitus, wenn er früh genug behandelt wird, kann man
mit sehr
hoher Wahrscheinlichkeit heilen. Durch blutverdünnende Medikamente
oder Infusionen wird die Durchblutung verbessert und damit die
Funktionen der Organe (hier: des Ohres) verbessert.
Eine sehr erfolgreiche Behandlungsmethode bei chronischem
Tinnitus ist die Tinnitus Retraining Therapie.
Wichtig: Die richtige Behandlungsmethode kann nur der
Ohrenarzt feststellen und einleiten! |
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Die Tinnitus Retraining
Therapie (TRT): |
Um es gleich
vorweg zu nehmen: Tinnitus Retraining ist mittlerweile eine
gängige, erprobte Therapie und funktioniert. Es ist die mit Abstand
erfolgreichste Waffe gegen den chronischen Tinnitus.
Es kann das Ohrgeräusch nicht „ausschalten“, ihm jedoch den
quälenden Charakter nehmen und es zu einem nicht störenden Geräusch
werden lassen, das nur dann bemerkt wird, wenn der Betroffene sich
darauf konzentriert.
Was hat der Tinnitus mit „Training“ zu tun?
Der chronische Tinnitus ist ein Geräusch, das sich in den Hörbahnen
des Gehirns verfestigt hat. Man kann sich das ähnlich wie das
Phänomen des Phantomschmerzes vorstellen: Ein sehr krankes, lange
Zeit schmerzendes Organ scheint auch nach einer Amputation weiter zu
schmerzen. Da der Schmerz im Gehirn verarbeitet und letztendlich
wahrgenommen wird, hat sich dieses Schmerzgefühl im Gehirn
„eingebrannt“.
So ist das es auch mit dem Ohrgeräusch. Obwohl es keinen organischen
Auslöser mehr gibt, wird das Geräusch gehört. Es entsteht im Gehirn!
Dabei ist jetzt nicht mehr das Geräusch das Problem, sondern die
Konzentration auf das Geräusch. Man kann allerdings lernen
(„trainieren“), nicht mehr auf das Geräusch zu hören.
Wie funktioniert das? Jeder Mensch kann sich auf
unterschiedliche Geräusche konzentrieren. Unterbewusst machen wir
das Tag für Tag zu jeder Zeit. Wir hören viele Geräusche um uns
herum, trotzdem kommt nur das in unser Bewusstsein, was wirklich
wichtig ist. Hier nur ein Beispiel: In einer großen Gesellschaft
können wir uns auf einen Gesprächspartner konzentrieren und diesen
perfekt verstehen, obwohl vielleicht sogar mehrere hundert Menschen
um uns herum reden (z.B. in einem Theaterfoyer).
Warum ist das so?
Das Gehirn kann Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden!
Bei der Tinnitus Retraining Therapie will man erreichen (das
Gehirn „trainieren“), dass der Tinnitus als etwas Unwichtiges
angesehen wird.
Aber das ist leichter gesagt als getan! Wie läuft die Therapie ab?
Genauso, wie das Ohrgeräusch eine „Hilfe“ (z.B. Streß, Lärmtrauma,
Gehörsturz, Vergiftung) zur Entstehung brauchte,
„hilft“ man bei der TRT den Betroffenen, das lästige Ohrgeräusch
wieder loszuwerden. |
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Diese Hilfe stützt sich
auf 4 Säulen: |
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Die medizinische Säule
Hier soll die Ursache des Tinnitus abgeklärt werden, um dann ggf.
den Auslöser des Übels zu behandeln (meist die anfängliche
Behandlung durch den Ohrenarzt).
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Die apparative Säule
Durch speziell vom Hörgeräteakustiker angepasste Geräuschgeräte (Retrainer)
wird das Hörsystem von außen stimuliert. So verliert der Tinnitus
mehr und mehr seinen quälenden Charakter und kann mit der Zeit ganz
überhört werden.
Die psychotherapeutische Säule
Hier wird die gedankliche Fixierung auf das Ohrgeräusch durch
Therapiebausteine wie z.B.
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Veränderung der Einstellung zum Tinnitus |
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Stressbewältigungstraining (z.B. autogenes Training) |
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Aufmerksamkeits- und Ablenkungstraining oder |
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Tiefenentspannung und -suggestion (z.B. progressive
Muskelentspannung)
durchbrochen. |
Die physiotherapeutische Säule
Hier liegen die Schwerpunkte in der Beseitigung von
Bewegungseinschränkungen im Nackenbereich (orthopädische
Behandlung), der Veränderung des Energieflusses (z.B. Osteopathie)
und der Körperhaltung, dem Erlernen neuer Bewegungsmuster sowie der
Schulung der Körperwahrnehmung und Entspannungsfähigkeit. |
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Das Hörstudio Andreas Wolter • Meisterbetrieb für Hörgeräte-Akustik
Charlottenstr. 45 • Friedrichshafen • Tel.: 07541/37 84 70 |
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