|
„Ich möchte das Tabu
brechen“
Rotraut Binder ist Kundin im Hörstudio
Andreas Wolter.
SZ-Mitarbeiterin Gunthild Schulte-Hoppe sprach mit ihr
über ihre Erfahrungen mit Hörgeräten.
SZ: Frau Binder, seit wann tragen Sie Hörgerate?
Rotraut Binder: Seit April. Ich hatte schon lange gemerkt,
dass ich nicht mehr gut höre. Das hat mich sehr gestört, weil ich
100 Prozent an der Gesellschaft
teilhaben möchte.
SZ: Sind Sie mit den Delta-Modellen von
Oticon
zufrieden?
Binder: Ja, absolut. Ich hatte vor zwölf Jahren schon mal
ein Hörgerät, das ich aber nur kurze Zeit benutzt habe. Im
Gegensatz dazu sind die heutigen Geräte kleine Wunderwerke. Mit
der früheren Technik ist das kein Vergleich. Da liegen Welten
dazwischen.
SZ: Werden Sie oft auf die Hörhilfen
angesprochen?
Binder: Eher selten, weil die Hörgeräte so klein sind, dass
sie gar nicht auffallen. Aber es macht mir nichts aus,
angesprochen zu werden. Im Gegenteil. In Holland oder England sind
Hörgeräte so normal wie eine Brille. In Deutschland
nicht. Dieses Tabu möchte ich brechen.
SZ: Technisch hochwertige Hörgeräte sind
mit 1000 bis 1500 Euro nicht gerade billig.
Binder: Ja, aber das ist es mir wert. Die Hörgeräte haben
mir ein ganz neues Lebensgefühl gegeben.
|